Für was könnte es gut sein?
Für was könnte es gut sein?
Ich meine damit nicht die akute Krise im klassischen Sinn.
Sondern dieses maue Gefühl im Bauch, wenn man merkt:
Irgendwie komme ich gerade nicht wirklich weiter.
Zum Beispiel:
Am Abend, wenn ich mir wieder zu wenig Zeit für mich eingeplant habe.
Der Ärger über einen Kollegen, der es immer wieder schafft, mich zu unterbrechen.
Oder Gewohnheiten, die ich einfach nicht abschütteln kann.
Die Frage „Für was könnte es gut sein?“ löst mein Problem nicht.
Aber sie verändert meinen Blickwinkel.
Plötzlich ist der Ärger weniger laut.
Der Frust verliert an Schwere.
Nicht, weil alles gut ist – sondern weil es ist, wie es ist.
Diese Frage zwingt mich nicht zur Lösung.
Sie lädt mich ein, Abstand zu nehmen.
Und manchmal reicht genau das, um wieder handlungsfähig zu werden.
Mich interessiert:
Was hilft Ihnen in solchen Momenten?
Welche Frage, welcher Gedanke oder welches kleine Ritual bringt Sie zurück zu sich?
Franziska Dreiseidler

